Die Wassergeusen - ein Verein unabhängiger Kanuwanderer

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letzte Aktualisierung dieser Seite:
15.08.2003
Copyright: Henning Dierkes

72.29.82.190

Blechzelt - Urlaub in SCHWEDEN und NORWEGEN
Mit HORST, ILSE und ROLF

Die gesamte Westküste SCHWEDENS lädt - auf der Karte zumindest - ein zum Verweilen
Wochenendhäuser - Siedlungen wollen jedoch keinen Platz mit Wohnmobilen teilen
Kreuz und quer sind wir gefahren
bis wir an einer Brücke waren
mit 3,60 Höhe, das war halt so,
dahinter vermuteten wir "FALLADO".
Mit 4 Booten auf dem Dach -
HORST schaute skeptisch nach -
ist ROLF ganz langsam gerollt,
Luft aus den Reifen lassen hätten wir nicht gewollt.
Dann war da ein schmaler Patt in einem Kiefernwald
und HORST sein roter- Wasserkessel, der pfiff gar bald,
so wurde die Cappoccino - Time eingerichtet
und täglich Kuchen und Plätzchen genüßlich vernichtet,
dabei fand auch das tägliche Kartenstudium statt,
wobei man die nächste Reiseroute geplanet hat.
Wir haben uns umgesehen zwischen Sand und Moos und Kiefernzapfen
und wie wir so durch die Botanik stapfen,
liegen da zwei metallene ovale Wärmflaschen nebeneinander im Moos:
herdamit ....!!! Wo verstauen wir sie bloß???
Kalt und sternenklar ist diese Nacht
als der "große Wagen" über uns wacht.

Während der Fahrt war`s unklug zu schlafen oder zu lesen
weil`s hinter jeder Biegung landschaftlich zu interessant gewesen:
Dörfer an Hängen, Bäche, Flüsse und Seen, ... es ist fast windstill
ILSE so gerne Spiegelbildfotos machen will:
Spiegelbild
Der Schuppen im See, der setzt sich fort
und schau nur .... Felszeichnungen sind rund nun dort,
schwarze Tannen, bunte Birken
wie wunderbar sie gespiegelt wirken.

Hart an NORWEGEN's Grenze ... vorbei an langgezogenen Seen
über einen Schotterpatt bleiben wir endlich auf einer Landzunge stehn.
HORST puhlt in seinen hölzernen Schatzkästen,
mit all seinen Dosen will er uns mästen,
wir haben auch so viele untergebracht
und aus all diesen Dingen immer etwas Gutes zu essen gemacht.
Gegenüber im Hang stehen Pfifferlinge massenweise
meldet HORST nach seiner Spatengangreise.
Enthusiastisch mit Schalen in den Händen
wollen HORST und ROLF sich der Pilzflut zuwenden,
geknickt kehren sie bald zurück,
solch ein Pfifferling hat auch immer ein giftiges Gegenstück !!!

In NORWEGEN
S t r e i f e n r e g e n
Wir flüchten ins Museum
von ELVERUM.

Östlich von LILLEHAMMER wird's ganz schön alpin
auf ein altes Straßenstück stellen wir uns schließlich hin.
Schafsköttelmatsch .... Nebelfetzen ... Umrisse von hohen Tannen,
das will man nicht auf die Platte bannen.

An Straßenrändern "Starenkästen"
zwischen Bergen hängen Wolkenfetzen
neben der Leitplanke der mäandernde Fluß,
der stellenweise schäumend über Felsen springen muß.
gewaltige Stromschnelle - besser nicht fahren
Kiesbänke, Inseln, Brücken, Buchten,
Wasserfälle auch in Schluchten.
Bei freundlichen DÄNEN vor der geschlossenen Schranke mitten im Wald
ist unser nächster Aufenthalt.
Holzhaus im Rohbau
wurde außen gestrichen von der Frau.
Für ihr Freundlichsein
bekamen sie eine Flasche Wein.

In OTTA Karte gekauft vom RONDANE - Gebiet
Wasserfälle, urige Hütten und Berge, die es zu erwandern gibt.
Schneehauben oder Wolkenmützen
auf den höchsten Gipfeln sitzen.
Sturm und Regen ... Sonne und klare Sicht
alles schnell hintereinander, das gibt's sonst nicht.
Knallbunte Herbstfarben der Birken, Flechten und Moose
beleuchten so eindrucksvoll die ganze Schose.
HORST und ROLF erkletterten den 2138 m hohen STORRONDEN
vorm Gipfel sie nur auf allen Vieren vereiste Steine passieren
konnten.

Ein Foto
von der Stabkirche in VAGAMO.
Von innen jedoch
nur durchs Schlüsselloch.

Von LOM bis SOGNDAL
"die Traumstraße der Welt" fantastische Ausblicke allemal.
In Serpentinen auf 1400 m Höhe ...
auf dem Dach der Welt ich stehe.
Lauter Panoramaaufnahmen
uns vor die Linse kamen.

Im SOGNEFJÄLL äußerst schmale Straße passiert
u. zwischen Seen, Schneefeldern u. Felsen kampiert,
abgebrochene Schneewächten, schräge Schneefelder u. Moore fotografiert,
draußen in der Sonne Cappoccino - Time celebriert
später mit Schneeketten wieder zur Hauptstraße zurückmanövriert.
Diese Landschaft wird auf Schautafeln als das wildeste Gebiet NORWEGENS deklariert
Zitat HORST: hier ist nicht das engste Tal
hier ist nicht der höchste Berg
hier ist nicht der größte See
hier ist es  g a n z   e i n f a c h  n u r  s c h ö n !!!

Ich habe hier viele schöne Steine gefunden
die löchrigen, die gestreiften, die gezackten und die runden.

In GAUPNE Wanderkarte gekauft vom JOSTEDALSBREEN.
Matschiger Zickzackweg zum BERGSETBREEN.
BREEN heißt Gletscher, so ist es besser zu verstehn.
Krakseln über Felsen, erst dann kann man genau vorm Gletscher stehn
Gletscherspalten blau und weiß
Abbrüche aufgetürmt, ... bizzarre Formen, ... Geröll in dickem Eis
1 km weiter der NIGARDSBREEN
dazu haben wir eine Ausstellung angesehn.

ab ins blaue Eis
Hinter Mautstraße ... Riesenparkplatz ... See ... u. Gletscherzunge ... im Blick
dort legen HORST u. ROLF innerhalb 1 Seilschaft 1 interessante Strecke auf d. Gletscher zurück.
Vom warmen WO-Mo aus kann ich durch's Fernglas sehn
gehen sie weiter oder bleiben sie stehn
werden wohl eindrucksvolle Fotos dabei entstehn ???

Wasserquatschende Wanderung bei MOLLENSMAKI während mäßigen Regens
mit Blick auf nebelverschleierten Fjord und auf die älteste
Stabkirche NORWEGENS

Richtung SKEI ein 7 km langer Tunnel u. auf der anderen Seite
schäumende Wasserfälle in jeder Länge und auch Breite.
Viele Tunnel bis zum BÖYABREEN,
der läßt sich direkt von der Straße aus sehn.

Der BRIXDALSBREEN
leuchtet von vielen Ansichtskarten wunderschön,
Pferdekarren bringen Touris fast bis obenhin,
diesmal waren regencapeumhüllte videoschwenkende Asiaten darin.
Unterwegs stürzt eine gewaltige Wasserwand über Kaskaden ins Tal
kommt man über die Brücke wird man geduscht dann überall.
Wo die Gespanne nicht mehr weitergehn,
Riesenbuckelfelsen bis zum Gletschermund im Wege stehn,
welche durch den Regen sind glattpoliert
daher HORST beim Filmen die Balance verliert
rutscht auf Händen und dem Popo
ins Nichts mal eben so,
die Hände hat er sich massiert
aber weiter ist ihm nichts passiert.

Kurz darauf
ich über die nassen Felsen lauf
`ZACK ... da gehen mir die Beine weg,
es kracht in meinem Arm ... OH SCHRECK !!!
Noch 3 km abwärts ... Schmerz bei jedem Schritt,
ich nehme die schöne Landschaft wahr, bin aber nicht mehr fit.
In Krankenhaus von NORDFJORDEIT
stand ein Bett für mich bereit,
drei Wasserfälle konnte ich durch mein Fenster sehn,
alle Menschen dort waren sehr liebenswürdig und es war ganz schön.
Unter Narkose wurde der Ellenbogen wieder gerichtet
auf Gletscherfotos leider verzichtet.

Gehandycaped kann ich leider keine Kartoffeln pellen ... hi, hi, hi ...
"Meine Männer" kochen nun das Essen so gut wie nie.

Die Stabkirche in LOM
ist geschlossen als wir ankomm'
Weiterfahrt ins Gebirge mit leuchtenden Herbstfarben :
begeistert knipsen wir, bis wir alles eingefangen haben.
stürzende Wasser, Schneefelder, Seen
und viel Wind begegnen uns in über 1000 m Höhn..
Die "Jungs" steigen noch höher bergan,
daß der Wind sie vom Eisfeld pusten kann.
Mir reichen die ausgezackten Schneefelder um uns her, das triefende Moos,
hier suche ich Steine ... hier ist was los !!!
Des nachts heult der Sturm ... es knallt u. zerrt u. stößt,
das WO - MO in Windrichtung bringen, dann sind wir erlöst.

gewaltige Gletscher
Lange hält sich der Nebel am nächsten Tag,
man schaut ins Nichts während der langen Fahrt.
Baustellen mit tiefem Matsch aus Lehm ...
Durchstochen ... !!! sonst bleib `ste kleb `m.
Neben der weißen Holzkirche von ENGER direkt am See
bleiben wir an diesem Tage stehn
u. werden von niemandem gesehn.
Auf der weißlackierten Friedhofsbank,
macht die ILSE mit `nem Buch sich lang,
und die Männer schauen in die Kisten,
wovon wir heute unser Leben fristen :
ein CAPO muß nun erstmal her,
danach, da weiß man immer mehr.

Bei uns war jeden Abend etwas los :
zu ertragen die Tücken des Spiels TRIOMINOS.
ROLF kann es gar nicht fassen,
daß die Zahlen bei   i h m   nur immer passen,
deshalb mußten wir   i h n   meist gewinnen lassen.
Auf das nächste Spiel, da laßt uns hoffen ...
Und dann hat uns doch wieder fast der Schlag getroffen.


Dieser Bericht/diese Seite stammt von: Mail verschicken Wientges, Rolf und Ilse



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