Die Wassergeusen - ein Verein unabhängiger Kanuwanderer

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letzte Aktualisierung dieser Seite:
15.08.2003
Copyright: Henning Dierkes

72.29.82.190

DIE fantastisch elastischen   G L O B E T R O T T E L S
Karin und Ilse
FRAUENTOUR in SCHOTTLAND

KARIN und ILSE betätigen sich als "Outdoor – Tester :
stehen Zelte mit sandgefüllten Rollen - Plastik – Tüten fester?
Tester auch für Anoraks und Hosen,
dieser Urlaub ist nichts für Mimosen ...!!!
Wettermäßig war`s s a u m ä ß i g !!! So´n MIST !!!
Wir nehmen`s jedoch so ... wie es ist !
Wild zelten in den Dünen mittendrin
2 km langer schneeweißer Traumstrand ...da zieht`s mich mächtig hin :
Der Wind zerrt an mir, fegt Sand mir um die Ohren
Kaputzenvermummt ... genieße ich die Weite ... bin ganz allein ... fühl`mich wie neu geboren
weite Sandflächen ... plattgewalzt ...Abbruchkanten am ausgetrocknetem Pril,
weiche Sandabschnitte - meine tiefen Fußstapfen abgebildet - wechseln mit matschigen Rinnsalen,
wasserdichte Socken machen mir warme Füße, dass ich ganz wohl mich dabei fühl.
Wind und Regen halten mich nicht auf ... dankbar bin ich über entfallene "Eisfuß – Qualen".

Quallen , schön gezeichnet - mit lila gezackten Rändern - sind gestrandet.
Rivalisierende Mövenscharen kämpfen in der Gischt ... auch Krähen sind gelandet ...
den Krebsen geht es an den Kragen
flott einbuddeln ... hilft nix
die Vögel sind einfach zu fix !!!

Es ist gemütlich bei "Dauer- Klimper – Regen" auf das Zelt,
drinnen man ein Buch in den Händen hält :
dickere Tropfen
springen und klopfen
und rutschen in `ne Rinne.
Ich rette eine Spinne ...
W O H I N ???
Ich laß` sie besser bei mir drin !

Wodurch kann man Sturmnächte besonders würzen :
Notgedrungen hellwach
bei all dem "Flatterkrach" ...
mit der Nagelschere draußen Dünengrasbüschel kürzen,
denn Planen brauchen keine Pfützen .
Barbusig bis auf die "Wassersocken"
darf ich neben meinen löffelgezogenen Rinnen hocken ...
damit die Sturzbäche
sich nicht verteilen in der Zeltinnenfläche.
"Gallerböen" fegen meterhohes Dünengras um mich völlig platt !
frisch massiert springe ich ins Zelt ... ich hab`s satt !!!
Es prasselt ... und zerrt ... und kracht,
dass man sich auch um`s Gestänge schon Sorgen macht.
Unsere überstrapazierten Zeltwände atmen blähbauchmäßig ein
und hohlwangig aus ...
so wird KRACH daraus !!!

Muß d a s denn die g a n z e Nacht so sein ...???
In den folgenden 4 Sturmesnächten
sehen wir erst gar nicht nach dem Rechten,
was möglich ist, das ist getan :
sandgefüllte Plastik - Rollen - Tüten
werden kleine Zelthäringe hüten,
sodaß der Tiefschlaf wiederkommen kann

Ich liebe diesen Strand bei Ebbe und bei Flut
im Wechsel der Gezeiten ... neu erleben ...dass ist gut.
Eingebettet in bemooste schroffe Klippen –
daß die dort hockenden Möven nie in den Abgrund kippen ??? –
Strandbuchten ...buntgestreifte Felsen ... behangen mit hellgrünen "Seetangfransendecken"
bis zur halben Höhe bewohnt von lauter Muscheln und Schnecken.
Balken, Taue und Bojen und tausende rundgeschliffener Kieselsteine
zwei dieser Bojen sind jetzt meine.
Auf Felsen bin ich rumgeturnt, um in Wasserlöcher zu sehen,
zwischen den Muschelkolonien konnte ich schlecht irgendwo stehen.
Einmal waren meine "Wundersocken" echt in Gefahr,
als ich mit dem Fuß im Fließsand gelandet war.

Zwischen dem einen und dem anderen Regenschauer
sitzen KARIN u. ich essend und lesend auf der gefundenen Holzbalkenmauer.
Entweder ist man abgehärtet oder "findig",
denn es ist ständig heftig windig –
mich mit dem Schlafsack zu umwickeln ist warm und höchst bequem,
aber ihren Daunensack wollte KARIN dazu nicht nehm `...
sie schwärmt von `ner Iso - Matte,
die sie im Supermarkt gesehen hatte.

Im Trekking – Laden hellgelb ... und viel zu teuer
in den Geschäften danach gab`s eher B l ü m c h e n b e t t v o r l e g e r
ILSE kriegt einen Lachkrampf in dem einen Laden ...!!!
KARIN will d e n Läufer leider nicht ... sondern eine stinknormale Matte haben.
Als sie d o c h eine Matte

endlich nach ein paar Tagen hatte
strahlte sie recht nett
aus ihrem himmelblauen Mattenkorsett ...
und pichelte Tee
mit "Grand Manier"!!!
Was solch `ne Matte alles kann ...
passt sich KARIN`S Körperformen an .
Auseinandergeschnitten diente später sie
als Eingangstrockner für den Popo u. die Knie
viel zu schade zum Entsorgen
am allerletzten Morgen
und wenn er sie mitgenommen hat,
findet alles mit dem n ä c h s t e n Touri statt.

Geprägte Prognose mit Blick aus dem Zelt : das Wetter ist "pfiffig" u. siffig
Oft genug packen wir unsere Tagesrucksäcke,
denn irgendwann blieb KARIN`S Kocher auf der Strecke,

Kuchen und Tee
erwarten uns im Flughafen – Cafe,
dort kann man bequem und warm sitzen
und spielen und lesen und schwätzen ...
und neue Taten aushecken
auf KARIN`S Detail –Karten gibt`s höchst interessante Küsten – Bus – Strecken.
Bus – Fahrpläne hatten nur wochenweise Gültigkeit,
so sind wir diesen immer hinterhergeeilt,
es war für KARIN eine Lust, das Fachchinesisch zu verstehn,
mit ihr zu reisen, das ist schön ...
man wird immer p ü n k t l i c h an einer Haltestelle stehn ...
Nur sonntags, da läuft nicht viel,
da hat die Kirche ihre Hand im Spiel,
alles zu ... kein Bus ...man "macht in Familie" ... so ist es Tradition
was heißt das für uns schon
bei Nebel und bei Regen,
wir brauchen nicht zu überlegen ...
jeder steigt in sein Zelt zum Lesen
durch die Absis - Entlüftung können wir einander sehen
wenn nicht ... heißt es : "Frau, was mach`ste gerade?"
irgendwo raschelt`s ... Kreuzworträtsel – Heft u. Papier von Schokolade ...

In den königlichen Post – Bussen mögen wir den Fensterplatz
dahintrottende Schafe u. Lämmer machen beim Hupen einen Riesensatz.
Nebel schneidet Bergkuppen ab ... Nebelfetzen gibt sie frei ...
Veränderungen am Himmel ... eins zwei drei ...
Dunst verbirgt Weiten ...
der Vordergrund – zur Betrachtung frei - in all seinen Deutlichkeiten:

Triefende Grasbuckel über vor Nässe glänzenden Felsen
Wildgänse im Gras mit ihren langen Hälsen,
Umzäunungen mit Schafwollbärten,
Gestänge auf Wegen, die Tieren den Weg versperrten,
Bruchsteinhäuser ... daneben Trecker u. Geräte u. Blumengärten,
Zottelige Schwarzkopfschafe auf buckeligen Weiden
eiserne Gatter ... zur Schafschurzeit ...
... lassen sie hier ihr Winterkleid.
Moorastige Ebenen ... leuchtende Wollgrasfelder ... umschließen Tümpel u. Seen
auf NORTH JUIST haben wir Seerosen darauf gesehen.
Düsternis ... vermischt in der Landschaft soviel Braun u.Grün,
abgestochene Torfplatten zu Hügeln aufgeschichtet stehen.
Nebelfetzen gespenstisch ziehen ...
aus dem Busfenster betrachtet ... ist es geheimnisvoll u. schön.
Bäche poltern über dicke braungefleckte Felsen ins Tal

dunkelbraunes Wasser stürzt sich von Felswänden manchmal..
Schmale gewundene Straßen,
da kann man gar nicht rasen ...
biegen Busse um die Ecke
gibt`s Millimeterarbeit auf der Strecke
Gegenverkehr ... begrüßt mit freundlichem Handzeichen,
kann öfter auch auf Ausbuchtungen ausweichen.

Bed and Breakfast (B.a.B.) für eine Nacht
hat aus uns wieder frischgeduschte Menschen gemacht.
Nach den "Rappelnächten" am Meer
ausruhen in rosaroten Rüschenbetten gefällt uns sehr.

So haben wir die ÄUSSEREN HEBRIDEN bereist
VATERSAY und BARRA
wo das Dünenzelten war ...

In SOUTH JUIST sind ganze Sandbuchten voll von Wattwurm – Pyramiden ... wie "Haus an Haus"
da sieht die weite Fläche richtig stachelig aus.
In BENBECULA
wo eine Militärsiedlung war.
In NORTH JUIST ... Plästerregen … es wird immer krasser
in den Buchten schaukeln Seerosen auf dem Wasser.

Die große Fähre benutzen wir zur Insel SKYE
die Gangway des Schiffes ist hoch und steil :
da kriegste fast Knickebeine ... weil
du hast hinten 19kg auf dem Rücken

und vorn 12kg Gepäck ... das bringt qualmende Socken ...

Schlechtwetter auf See mit Nebelhorn in Aktion
wir hätten lieber Delphine gesehen,
dafür tanzen 100 te von Quallen ihren Reigen,
die Strömung lässt sie auf- und niedersteigen,
wir erkennen ihre dunklen Zeichnungen und den lila Saum,
den übrigen Körper, den sieht man kaum.

Auf der Insel SKYE gibt`s Regentropfen eingelegt in hellere Nebelsuppe ...
keine Gipfel und Schluchten zu sehen ... nun ist`s uns langsam schnuppe ...
Campingplatz direkt am Fähranleger auf großer Wiese
auf trockenem Schotterweg sitzend kauen wir Sandwiches, fühlen uns wie im Paradiese
die Wiese quietscht vor Nässe, wir setzen unsre Wassersocken wieder ein …
dort frühstücken … das muß ja nun gar nicht sein
bei roll, bacon und tee
sitzen wir gegenüber in `ner Pinte am Kai.

Dann gib`s den Batikladen in PORTREE
Kirchen u. Hafen ... Fischsuppe, Haggis und Tee ...
INVERNESS hat eine Burg, schöne Kirchen u. 2 Wackelbrücken über den Fluß,
es wird einem schwummrig, wenn man hinübergehen muß,
Zwischendurch ist`s tatsächlich mal trocken,
dann machen wir uns auf die Socken
doch der nächste Dauerschauer
liegt schon auf der Lauer ...
mehrere Trekkingläden
verursachen im Portemonai "Schäden"
Schottenberockte Dudelsackpfeifer
beglücken Touris ... im Regen ... mit Eifer.
Gebackener Teig mit Arhornsirup und Eis
gibt`s im Pfannkuchenhaus.
Wir leisten uns in der CHURCH – STREET das kleine Hotel,
die LADY erkennt KARIN wieder recht schnell,
auf all ihren Schottlandreisen ist KARIN stets hier abgestiegen,
deshalb wir wohl auch ein g r o ß e s Doppelzimmer kriegen.

Findhorn Foundation

Nach FINDHORN sind wir gefahren,
wo ein paar Menschen vor Jahren
mit anderen Lebenszielen begonnen haben.
Dort leben Leute aus verschiedenen Nationen
sie feiern Feste aus vielen Religionen.
Sie glauben an die e i n e KRAFT,
die so viele Namen hat ...
Diese KRAFT ist immer da ...
in uns allen wunderbar ...
... um nach dem Einklang mit der Natur zu streben
mit Tieren u. Pflanzen u. im täglichen Zusammenleben ...!!!
Schmale Pfade durch üppig bewachsenes Gelände führen
Holzhäuser u. umbaute Wohnwagen ... hübsche Dekorationen an Fenstern u. Türen ...
viel Glas an Holzhausneubauten ... nie rechtwinklig sind sie,
man nutzt die Kenntnis von harmonisierender Energie .


Dieser Bericht/diese Seite stammt von: Mail verschicken Wientges, Rolf und Ilse



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