letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.08.2003 Copyright: Henning Dierkes
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Lahn - Kahnfahrt
Eigentlich war am 5.Mai die LAHN zum Paddeln dran,
aber wie schön, dass man auch umdisponieren kann.
Bei FRIEDEL und GÜNTER in NASSAU oben am Hang
man wunderbar wohnen kann.
EBERHARD fährt mit 120 Sachen,
ILSE und ROLF können’s sich so richtig gemütlich machen,
Zeitung lesen, Musik hören und auch klönen
und später über Staubeginn dann stöhnen.
Unsere Boote festverzurrt auf dem Dach
sind total "entzappelt",
ROLF hat’s nicht gern, wenn etwas rappelt.
Paddel liegen innen flach
daneben unsere vielen Plünnen,
die wir uns fürs Wohlbefinden gönnen.
Der Stau scheint lang zu sein,
wir biegen in die Ausfahrt ein.
Wir fahren nach Karte
durch schöne Siegerländer Orte,
ein bisschen Verfransen gehört dazu,
die Zeit verfliegt im Nu.
Wie gut, dass es Handys gibt,
so treffen wir sie recht vergnügt
FRIEDEL, GÜNTER, ANTJE und auch JULIA am Aussatzort an,
von dort es bald losgehen kann.
FRIEDEL mit ihrem allumfassenden Blick
organisiert das Wofür und Wohin Stück für Stück
ist alles praktisch verpackt
eine Paddelfahrt gut klappt.
Das Wetter ist herrlich sonnig und sommerlich warm,
die Mücken sind wohl noch nicht geboren,
so gibt es keinen Schwarm.
S o n n e n s c h u t z f a k t o r e n
werden verschmiert auf Armen, Gesichtern und den Ohren
kurzbehost dabei ohne Spritzdecke
beschert auf Schenkeln später rote Flecke.
Die LAHN
(böse Zungen behaupten: die LAHM)
zieht gemächlich dahin …
Jeder denkt, wie schön, dass ich dabei jetzt bin.
Wir tauchen unsere Paddel ein in dunkelgrünes Wasser,
Ruhe ... und Frieden ... kehren in uns ein ... Hektik wird immer blasser.
Die Sonne schaukelt spielerisch auf den Wellen
lässt die Paddel blinken, wenn sie aus dem Wasser schnellen..
Lichtdurchflutet grüßt der Wald vom Hang,
dieses s a t t e Maigrün ist vom Genuß der Anfang,
w i e v i e l S c h a t t i e r u n g e n gibt es in dem Grün,
die Bäume scheinen vor Lebensfreude überzusprühn.
Bis der Kuckuckruf verhallt,
er viele Male durch das Tal erschallt.
Auf des ganzen Flusses Breite
7 bunte Boote von der einen zur der anderen Seite,
wir ziehen durch oder lassen uns treiben,
so braucht niemand länger zurückzubleiben.
Flugzeuge haben ein Kondenzstreifennetz in den Himmel gehängt,
man sieht sie als funkelnde Punkte, wenn man die Augen anstrengt.
FRIEDEL sucht das Ufer ab:
"Wenn isch ers’ den Pausenplatz gefunne hab’,
kriescht ihr von meiner Fleischworscht alle etwas ab,
vor der Brücke muß es sein…"
Sie nimmt das rechte Ufer in Augenschein…
die schwarze Brücke kommt in Sicht -
das gäb’ ein wunderschönes Foto im Gegenlicht -
ein Holzsteg da am Ufer liegt
sonst außer grüner Wiese… nischt:
kein Schild ... kein Wohnwagen …
"Der Platz kann’s nit sei’, da muß ich erst meine Kajakfrauen fragen!"
Büsche ragen in den Fluß,
eine Entenfamilie sich dort vor uns verbergen muß.
Regenpfeifer unruhig zwischen Ufersteinen auf- und nieder wippen,
um hier und da einmal von Mückenlarven zu nippen.
Da dringt ein rhythmisches Platschen uns ins Ohr,
wir lassen einen Ruderachter vor.
Einige Freizeitkapitäne
tuckern an uns vorbei,
die LAHN ist ihr Domäne,
sie lieben Nichtstun auf 1qm oder 2.
Wir reiten auf den Wellen, die ans Ufer klatschen,
dann ist es wieder still bis auf unser Quatschen.
Eine andre Brücke kommt in Sicht…
Ein Steg … dahinter Bänke … das ist der gewünschte Platz zwar nicht,
aber FRIEDEL hat bald den Fußweg dekoriert
und ihr Brötchenladen funktioniert,
Senf und Sahne, Tee- und Kaffepötte
und wir essen alle um die Wette
und sitzen fröhlich kauend unsern Hintern platt
auf der sonnigen Wiese diskutierend auf der Gummimatt’.
Es gibt nun keinen Tisch,
aber das stört die FRIEDEL nich’,
auf dem Boden ist zum Zerschneiden ganz viel Platz …
Fleischwurstzippel vom Blümchenbrett … das geht ratz fatz !!!
Zwischen lebhaftem Jollenverkehr
zieht eine Entenfamilie daher,
7 zerzauste braune Federbällchen aufgereiht
unter Mama’s Führung ... GÜNTER kniet am Ufer ... „schussbereit“.
Am anderen Ufer legt die "STADT NASSAU" an
ein mehrstöckiges Fahrgastschiff, es ist ganz schön lang,
dass es so gerade in eine Schleuse passen kann.
Wir steigen wieder in unsere Boote ein,
beim Abschied grüßt uns BURG BALDUINSTEIN.
Beim Schleusen teilen wir die Kammer mit Gummijollen,
einmal bekommen wir ein Tau, an dem wir uns festhalten sollen.
Ansonsten sinken wir aneinander festgehalten
ausgeliefert dem Schleusenwärterverhalten.
Langsam geht‘s bis zu 6m in die Tiefe mit dem Wasserstand
freigegeben rechts und links die glitschige Wand,
glibbrige Leitersprossen
Fontänen, die aus Mauerrissen schossen,
beide Torflügel öffnen sich gemächlich,
die Enge verlassen ist gut erträglich.
Einmal mussten wir eine Schleuse umtragen …
hoffentlich geht’s d e m Schleusenwärter an den Kragen …
Auf ein Fahrgastschiff er wartet,
wir kriegen keine Einfahrt,
er sich das Schleusen von uns einspart.
Ein dickes Motorschiff naht ...
das kriegt s o f o r t den Start
in die geöffnete Kammer ... !!!
wir tragen um … was soll der Jammer !!!
Wir freuen uns über 2 grüne Hälse auf einem Reisighaufen,
wo 2 Erpel sich verschnaufen.
Fischreiher ziehen über uns große Kreise
in ihrer lautlosen majestätischen Weise,
oder sie stehen still
bis endlich ein Fisch vorbeikommen will.
In LAURENBURG unter der Brücke hat uns ungelogen
JULIA fast alle an Land gezogen,
JULIA schaffte das auch
wegen der 5 Brötchen in ihrem Bauch.
In des Wassers Nähe
ich eine Kameratasche erspähe
vor den Fluten gerettet,
habe ich sie in Julia’s Boot gebettet.
Später, als er sie zunächst vergeblich suchte,
er im Stillen schon eine neue für sich verbuchte.
Die Autoholer sind unterwegs,
es ist alles geregelt wie sonst stets.
FRIEDEL gibt sich gedanklich dran,
womit sie uns GEUSEN zuhause füttern kann …
rufen wir RÜDIGER übers Handy an,
damit er schon mal Kaffee kochen kann …
JULIA mit ihren 13 Jahren
ist sich lauthals darüber im klaren,
wer wo bei FRIEDEL und GÜNTER wird einquartiert,
das Gästezimmer im 1. Stock sei für ANTJE reserviert,
EBERHARD, ROLF und ILSE dürften in "VILLA KUNTERBUNT" residieren
um die funkelnagelneue Einrichtung dort auszuprobieren.
In NASSAU oben im Hang -
bei d e r spitzwinkligen Einfahrt wird einem ganz bang’ -
ruft FRIEDEL gleich den Bäcker an
ob sie den Platenkuchen auch um 18 Uhr noch haben kann …
Auf der Terrasse Apfelstreuselkuchen und viel Tee,
da tut einem der Bauch schon weh …
Wir ruhen uns ein wenig aus
im selbstgebauten rot/weißen Schwedenhaus.
In IKEA – Möbeln leben
wird Genussgefühle heben!
Ein Blick hinaus
ist ein rechter Augenschmaus:
da lugt aus dem Wald hervor
eine Burg mit einem rechten und einem linken Ohr.
Ein Grillabend schließt sich an,
an dem man sich kugelrund futtern kann.
Die Maibowle gefüllt mit Sekt und Wein
und mit Grünzeug ... Waldmeister soll es sein ,
die Kräuter gesucht auf diesem Gelände.
Für diesen Garten braucht man geübte Hände:
die Wiese hat Weinbergschräge
Busch hinterm Zaun kommt ab mit Kettensäge,
die schlanke Birke aus Lappland hierher gebracht,
hat allen schon viel Freude gemacht.
Der Bowlenpott wird niemals leer,
keiner zählt die Sekt und Weinflaschen mehr …
Zu später Stunde wird "HÜHNERKOPF" uns kredenzt,
mit d e m süffigen Zeug wir’ste Karussell fahren, bevor ‘de pennst.
ANKE hat in "JUGEND EXPERIMENTIERT" den ersten Preis gewonnen …!!!
Heute hat sie sich das Pauken für ihre Konfirmationsprüfung vorgenommen.
UTE und RÜDIGER sind aber auch stolz auf JULIA,
sie liebt ihren Opa GÜNTER ja,
denn in so manchem Wortgefecht
hat "DIE KLEINE HEX’" ja durchaus recht.
Sonntags setzen wir in LAURENBURG ein
wieder begleiten uns Wärme und Sonnenschein.
Wir scheuen die sonntäglichen Rückreiseverkehrsstaus
und fahren deshalb erst abends nach Haus.
So können wir die Flußstrecke bis NASSAU genießen
zu Mittag wir uns in einem Weinlokal niederließen.
"Strammer Max" und ganz viel Wein
all das musste sein
Gespräche über ANTJE’ S Wunscheventualitätenstadtrad mit Hilfsmotor,
das kommt bisher leider in keinem Katalog so vor.
Aus blauen Servierten JULIA eine Chrysantheme faltet
und so der UTE eine Muttertagsüberraschung gestaltet.
ANKE fehlten für die Konfirmationsprüfung noch Seligpreisungen:
"Selig sind die FRIEDFERTIGEN, denn sie werden das Himmelreich erhalten ....
wenn sie wieder solch ein wunderbares Wochenende gestalten" !!!
A M E N
Dieser Bericht/diese Seite stammt von: Wientges, Rolf und Ilse
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