Die Wassergeusen - ein Verein unabhängiger Kanuwanderer

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letzte Aktualisierung dieser Seite:
15.08.2003
Copyright: Henning Dierkes

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Erkundungsfahrt auf dem Allier

"Hallo, können Sie uns bitte mal helfen?". Die beiden jungen Frauen kommen näher, Tatjana kurbelt die Scheibe herunter. "Können Sie uns mal helfen? Wir sind mit unserem Faltboot gekentert. Das liegt jetzt unter Wasser zwischen Ästen." Tatjana schnappt sich die Rettungsleine, steigt aus. Links von mir unten rauscht und gurgelt Allierwasser mit mehr als meterhohem Schwall auf schartige Felsbrocken aus drei Röhren, jede mehr als einen Meter im Durchmesser, in das Unterwasser. Es ist das Ende eines Umgehungskanals, der beim Campingplatz Vieille Brioude vor dem Wehr abzweigt und durch Büsche und Bäume, Wiesen und Felder über mehrere Kilometer hierher führt.

Ein junger Mann kommt hinzu. Da Tatjana glaubt, er gehöre zum nebenan residierenden Kanuverleih, spricht sie ihn an. Er ist zwar gern bereit zu helfen, schlägt aber vor, die Feuerwehr zu rufen. Das wird von den beiden Frauen akzeptiert und so kehrt Tatjana zurück und wir fahren zum Campingplatz, wo wir die Dritte in unserem Bunde, Claudia, heute noch erwarten. eine schöne Kirche am Allier

Über das Wehr vor dem Platz rauscht eine dicke Scheibe Wasser. Kein richtiges Hochwasser - das läuft seit etwa einer Woche ab - aber immer noch ein mehr als guter Wasserstand. So habe ich den Allier noch nicht erlebt; bisher zeigte er bei meinen Fahrten immer nur Mittel- und Niedrigwasser.

Als unsere Zelte aufgebaut sind kommt die Feuerwehr mit den beiden Frauen. Das Boot war nicht zu retten, aber sie haben ihr Gepäck wieder. Das wird jetzt ausgepackt. Nicht alles ist dicht geblieben. Bald flattert an unserer Rettungsleine, die jetzt als Wäscheleine dient, eine Menge nasser Klamotten, darunter die beiden Schlafsäcke. Es ist zwar nicht kalt, aber ohne Schlafsäcke wird die Nacht doch sehr unkomfortabel. So rücke ich meinen zweiten Schlafsack heraus und im Verein mit einer Decke aus dem Auto ist so die Nachtruhe gesichert. Die Beiden nehmen die Sache denn auch nicht sonderlich problematisch, lachen fröhlich und bereiten ihr Abendessen. Kurz vor Mitternacht stößt denn auch noch Claudia zu uns.

Obwohl wir letztlich ein paar schöne Tage auf dem Fluß verleben wollen hat die Reise für Tatjana doch beruflichen Charakter. Sie soll erkunden, ob sie im nächsten Jahr auf diesem Fluß mit einer Gruppe Schülerinnen und Schüler, alles Neulinge, eine längere Fahrt mit Booten und Zelten unternehmen kann. Von Moulins aus sind wir auf der Fahrt hierher immer wieder runter zum Fluß gefahren und haben uns die eine oder andere Stelle, die Schwierigkeiten erwarten läßt, angeschaut, haben Informationen über Zeltplätze, Bootsverleiher, Lage von Eisenbahnstationen und anderes gesammelt. Und - auch um zu sehen, wie das mit den zu leihenden Kanadiern klappen dürfte - fahren Tatjana und Claudia die Strecke im Kanadier. Ich habe meinen Taifun dabei.

Sicher auch beeinflußt vom hohen Wasserstand entscheidet sich Tatjana, hinter dem Wehr von Vichy zu starten. Für ihre Gruppe von Neulingen wäre es bis zur Mündung immer noch lang genug - und aufpassen muß man dort auch. Claudia ist einverstanden und so begeben wir uns am folgenden Tag zurück nach Vichy.

Eine gut geschützte Slalomstrecke - wir werden fast gebraten

War bei unserem ersten Besuch vor zwei Tagen die Einfahrt zur Slalomstrecke in Vichy offen gewesen, so ist der Weg jetzt gleich durch zwei Barrieren verrammelt. Tatjana und Claudia gehen zum Bootsverleiher um zu fragen, ob er uns wohl zum Abladen öffnen kann. Der hat aber auch keine Möglichkeit. Zum Glück üben gerade einige Kanuten - und von denen bekommen wir aufgeschlossen. Wir können fast bis an das Ufer fahren, laden aus und ab und die beiden Frauen bringen unsere Fahrzeuge auf den Campingplatz, wo sie unter Aufsicht stehen bleiben können. Danach noch einladen - und es kann endlich losgehen.

Es ist warm, sehr warm und sonnig. Schnell verliert sich hinter uns die Lärmkulisse der Stadt Vichy. Der Fluß zieht glatt und schnell dahin - bis zur Doppelbrücke von Saint-Germain-de Fossée. Darunter soll es etwas lebhafter werden. So fahre ich auch mit meinem Einer vor. Ein leichter Schwall, ein paar Pfähle und Steine schauen knapp aus dem Wasser, aber keine Schwierigkeiten. Da im Flußführer steht, daß im ganz linken Joch der Brücke die einfachste Durchfahrt ist, ich jedoch die gut zu überblickende Durchfahrt rechts davon genommen habe, ziehe ich hinter der Brücke hinüber. Dort sitzen einige Angler - und als sie meiner ansichtig werden rufen sie laut, daß wir dort nicht fahren sollen, aber wohl eher wegen ihrer dort ausgelegten Schnüre. Ich winke den beiden Frauen, die kommen dann auch endlich, nehmen die Durchfahrt wie ich. Durch das ganz links liegende Joch wäre letztlich eine Slalomfahrt durch einen schmalen Kanal mit scharfen Kehrwässern zu beiden Seiten notwendig gewesen.

Die wenig befahrene Straßenbrücke bleibt zurück. Rechts begleitet Auwald den Allier, gelegentlich sitzen Angler am Ufer. Links bewachsene Kiesbänke, dahinter ebenfalls Auwald. Dazu weiterhin drückende Hitze. Ohne uns überhaupt ernsthaft angestrengt zu haben liegen bereits fast 15 km hinter uns. So kommt uns eine flache Kiesbank gerade gut gelegen. Im Schatten einiger Büsche rasten wir, die beiden Frauen kühlen sich immer wieder im Fluß ab und Tatjana sorgt auch bei mir für Kühlung und das Abwaschen des Schweißes, indem sie mir einen mit Wasser gefüllten Packsack über dem Körper ausgießt. Das hatte ich auch dringend nötig; beim Aufbau des Zeltes hatte ich so geschwitzt, daß mir die Augen brannten und ich mich völlig glitschig anfühlte. Nicht, daß ich etwas gegen das Baden im Fluß gehabt hätte, aber das aus Sand und Matsch bestehende Ufer hätte dafür gesorgt, daß ich nach dem Schwimmen schmutziger herausgekommen wäre, als vorher. Erst abends läßt die Hitze etwas nach. Wir lassen uns das Abendessen schmecken und genießen dazu guten französischen Rotwein. Die nachmittags drohenden Gewittertürme haben sich schon längst wieder verzogen und es verspricht eine trockene Nacht zu werden.

Kentern in Billy - Camp hoch überm Fluß vor Varennes

Morgens jagt uns die brennende Sonne aus den Zelten in den Schatten der Büsche. Nach Frühstück und dem Beladen der Boote sind wir bereits wieder total verschwitzt. Wieder Baden - und für mich die Dusche mit dem wassergefüllten Packsack.

Endlich kann es losgehen. Still treiben wir den Fluß hinunter, auf Billy und seine Brücke zu. Auf dem Wasser ist es etwas kühler, trotz der grell brennenden Sonne. Vor Billy, so erklärt der Flußführer, sei ein "Wehr", eigentlich nur eine halb über den Fluß reichende Spundwandbarre . Auf der rechten Seite sei leichtes Durchfahren. Beim jetzigen hohen Wasserstand steht in der Durchfahrt allerdings ein ziemlich kräftiger Schwall mit starker Wirbel- und Wellenbildung im Auslauf. Links, kurz vor der Spundwand, zieht sich die Stromzunge hinunter. Die fahre ich. Ich muß ein paar Mal in den Wirbeln kräftig zulangen, um mein Boot auf Kurs zu halten. Dann fahre ich zum rechten Ufer; ich soll Claudia und Tatjana bei der Durchfahrt fotografieren. Hinter dem Schwall stehen rechts und links große und schnelle Kehrwasser. Daher muß ich ans Ufer, um ruhig zu liegen. Das ist ziemlich weit; das Teleobjektiv meiner kleinen Kamera muß ich voll ausfahren, um einen guten Bildausschnitt zu bekommen. gekentertes Boot

Dann muß ich erst mal warten. Endlich erscheint der Kanadier im Oberwasser. Claudia steuert allerdings nicht in die Stromzunge hinein, sondern rauscht schon vorher voll in die hohen Wellen hinein, und das ohne Spritzdecke. Es kommt wie es kommen muß: Schon bei der ersten Welle kommt ein großer Eimer voll über Bord, die zweite Welle bringt gleich mehrere Eimer - und nach der dritten Welle ist das Boot voll Wasser, die beiden Frauen steigen aus, fassen den Kahn und schieben ihn vor sich her, gar nicht so einfach in dem Gewirbel nach dem Schwall. Ich habe ganz schnell die Kamera eingesteckt, eile hinzu und helfe, das Boot auf eine Kiesbank direkt unterhalb der Brücke zu schieben. Wasserdichte Packsäcke sind nicht immer 100 % dicht, daher werden sie auch erst einmal ganz schnell inspiziert. Aber auch hier haben wir Glück gehabt. Nur in einige der Säcke sind wenige Tropfen eingedrungen. So wird alles, was feucht geworden ist, gleich in die Sonne zum Trocknen ausgebreitet. Und da nichts richtig naß geworden ist, kann auch bald alles wieder eingepackt werden.

Regelmäßig rumpeln über uns über die Brücke dicke Kieslaster. Fröhliches Hupen grüßt dann die beiden Frauen auf der Kiesbank, die auch gerne zurückwinken. - Na ja, vielleicht werde auch ich ein wenig mitgegrüßt?

Zuletzt gehen die Beiden noch los, um Wasser zu fassen. Das ist auch unschwer möglich. Direkt rechts der Brücke stehen einige Häuser. Leider ist die kleine Bar dort heute geschlossen, sonst könnte ich mich auch noch aufraffen, hochzugehen.

So packen wir nach einem kleinen Imbiß wieder ein und treiben langsam auf Varennes zu. Dabei verteilen wir uns auf die beiden Ufer. Ein Paddel ist bei der Kenterung abgeschwommen. Noch haben wir Hoffnung, es wiederzufinden; aber nach wenigen Kilometern verläuft sich der Fluß zwischen vielen Inseln und Kiesbänken. Jetzt ist es nur noch reiner Zufall, wenn uns das Paddel wieder begegnet. Es blieb denn auch verschwunden.

Wieder ist es heiß. Wir paddeln langsam vor uns hin, lassen uns lange Strecken treiben. Wir haben ja Zeit, wollen in vier Tagen nur bis Moulins kommen.

Als wir uns wenige Kilometer vor Varennes befinden zeigt sich links eine hohe Kiesbank Lust auf Strecke haben wir bei der brennenden Sonne sowieso keine mehr. So wird ausgestiegen und erkundet. Tatjana findet auch einen schönen Platz, aber in diesem Fall haben die Götter vor den Erfolg doppelt Schweiß gesetzt. Ausrüstung und Boote müssen ein gutes Stück hochgeschleppt werden - und viel Schatten finden wir auch nicht.

Aber: Beschlossen ist beschlossen; und von der hohen Uferbank haben wir auch einen sehr schönen Rundumblick, der uns mit der Anstrengung wieder versöhnt. Und als dann ein großer Pott Kaffee brodelt, sind wir mit uns und der Welt wieder völlig zufrieden.

Ein Boot kommt den Fluß hinunter, ein Kanadier. Wir winken, dann ruft Tatjana auch schon. Es sind die beiden Frauen aus Brioude. Sie haben nach dem Verlust des Faltbootes nicht aufgeben wollen, sind erst ein Stück in der Auvergne gewandert und haben sich dann diesen Kanadier in Vichy geliehen. Unser Paddel haben sie allerdings auch nicht gesehen. Sie halten an, kommen zu uns hoch, fragen, ob wir auf ein weiteres Paddel angewiesen sind. Aber Claudia hatte ausreichend Reserve dabei. So bedanken wir uns bei den Beiden, daß sie extra noch mal ausgestiegen sind - und wir bekommen fröhlich zur Antwort, was wir selbst den Beiden in Brioude gesagt haben: "Paddler helfen doch Paddlern!"

Abends kommen die nächsten Boote, eine kleine Flottille mit drei Zweier-Faltbooten. Sie meinen bei der Begrüßung, daß wir ein hübsches Plätzchen gefunden haben - und gehen nun wohl auch auf Suche.

Naturschutzgebiet - Camping Chatel-de-Neuvre

Am folgenden Morgen geht die Schlepperei den umgekehrten Weg, runter zum Fluß. Ein wenig davon will ich den Frauen mit meinem Boot ersparen. Hier kann ich über das Kiesufer einen Uferstart machen. Der wird natürlich fotografiert und gefilmt, so daß ich erst eine Zeitlang warten muß, bis alle bereit stehen. Das Wasser geht mir zwar bis zum Hals und dringt auch etwas von oben zwischen Oberkörper und Spritzdecke ein, aber ich tu ihnen doch nicht den Gefallen einer Kenterung. Eine reichte ja schließlich. Bald sind wir wieder unterwegs. Kanadier vor Gewitterwolken

Varennes liegt ziemlich weit vom Fluß entfernt, kein Haus weit und breit. So fahren wir weiter, können wir doch auch noch weiter flußab frisches Wasser bekommen. Und zum Einkaufen ist es sowieso zu spät, heute Morgen haben wir uns sehr viel Zeit gelassen. So passieren wir die Brücke kurz nach Mittag, während der geheiligten langen Mittagpause französischer Läden.

Drei Kilometer unterhalb Varennes quert eine Eisenbahnbrücke den Allier. An den Pfeilern sind mehrere große Schilder befestigt: "Naturschutzgebiet". Lagern, Zelten, Feuermachen, Jagen und eine Reihe anderer Aktivitäten ist verboten; nur Angeln ist erlaubt. Damit haben sich die Behörden wohl die Zustimmung der Anwohner erkauft, denn schon Herbert Rittlinger hat festgestellt, daß von zwei Franzosen dreie angeln.

Noch stören uns diese Verbote nicht, sind wir doch erst wenige Kilometer unterwegs. So machen wir unter einer Busch- und Baumgruppe erst mal eine lange Mittagrast, verbunden mit Badeorgien der beiden Frauen. Die wird jedoch schnell abgebrochen, als die wandernde Sonne unseren ansonsten kühlen und ziemlich feuchten Platz erreicht und schnell aufwärmt.

Als wir die Brücke von Chatel-de-Neuvre erreichen ist es für den Einkauf immer noch zu früh. So fahren wir etwa 1 km weiter bis zum Campingplatz, wo wir etwas trinken wollen - und Wasser fassen. Direkt hinter der Brücke links sehen wir den von den beiden Frauen gemieteten Zweier liegen. Wir vermuten, daß sie gleich uns einkaufen wollen, oder auch Wasser fassen. Später, in Moulins, erfahren wir von ihnen, daß sich direkt hinter der Brücke, versteckt, ein kleiner von einem Deutschen geführter Zeltplatz befindet, der nicht im Flußführer vermerkt ist.

Am Campingplatz erklärt man uns, daß das Naturschutzgebiet erst kurz vor Moulins endet. So weit wollen wir heute aber auf keinen Fall fahren. Und da das kühle Bier des kleinen Restaurants des Platzes auch sehr gut schmeckt und gegen den Durst wirkt, beschließen wir zu bleiben. Die Boote werden auf den Bootswagen geschnallt und hochgekarrt. Bald stehen die Zelte. Und das Einkaufen ersparen wir uns ganz einfach damit, daß wir abends im Restaurant des Platzes essen.

Gewitter und Regen - Moulins

Obwohl morgens phantastisch die Sonne scheint läßt das Wetter doch nichts Gutes vermuten. Es ist warm, sehr schwül, und am Horizont baut sich dickes Gewittergewölk auf. Wir sind auch noch gar nicht lange unterwegs, als es erst zu regnen beginnt, dann zu gewittern. Immer wenn Donner und Blitz uns allzu nahe kommen oder der Regenguß zu stark pladdert verziehen wir uns in den Schutz des hohen Ufers, suchen unter dem dichten Laubwerk von Bäumen Schutz. So nähern wir uns in einigen Etappen Moulins. Erst passieren wir die neue Brücke der südlichen Stadtumgehung. Von dort haben wir aber noch einige Kilometer bis zum städtischen Campingplatz.

Auf einer großen Kiesbank stehen die Zelte der Faltbootfahrergruppe. Sie haben bei dem schlechten Wetter verständlicherweise keine Eile weiterzukommen. Endlich kommt dann auch die alte Eisenbahnbrücke vor der Stadt in Sicht, kurz dahinter liegt links der Camping Municipal. Als wir dort im Pladderregen ankommen läßt uns der Verwalter des Platzes unter das Dach eines großen Versammlungsplatzes unsere Boote rollen, wo wir uns auch trocken umziehen können.

Ab mit einem Taxi zum Bahnhof. Claudia und ich holen die Fahrzeuge von Vichy, während Tatjana bei den Booten bleibt, aufpaßt und aufräumt. Natürlich ist der Zug vor wenigen Minuten abgefahren, der nächste läßt 90 Minuten auf sich warten. Die Wartezeit verkürzen wir uns bei einem Sandwich im Bahnhofrestaurant.

Nur gelegentlich können wir bei der Zugfahrt einen Blick auf den Fluß werfen, der uns die letzten Tage getragen hat. Von Moulins nach Vichy führt die Bahnlinie meist weit im Land auf der rechten Allierseite dahin.

Die Rückfahrt nach Moulins findet schon wieder bei trockenem und warmem Wetter statt. Als ich in Moulins Boot und Ausrüstung verlade sind auch die beiden Frauen, die wir in Brioude trafen, angekommen und werden gerade vom Bootsverleiher abgeholt. Kurz darauf kommt auch die Gruppe Faltbootfahrer an. Der Chef des Campingplatzes spannt schnell seinen Traktor vor einen Hänger und fährt deren Boote hoch auf den Platz, bietet ihnen außerdem an, sie am nächsten Morgen zur Einsatzstelle unterhalb von Brücke und Wehr Moulins zu bringen. Ich wäre ja gerne noch ein Stück weiter den Allier hinabgefahren - und bei solchem Service erst recht. Und ich weiß von anderen Kanuten, daß er diese Hilfe schon oft geboten hat. Auch wenn das Umtragen ums Wehr heute auf der linken Seite leichter ist, es ist immer noch eine lange und anstrengende Portage.

Während Claudia noch ein paar Tage in Frankreich bleiben will und in Moulins übernachtet starten Tatjana und ich abends wieder in Richtung Bodensee. Die Informationen, die sie für die Vorbereitung ihrer nächstjährigen Bootsreise mit ihren Jugendlichen benötigt, hat sie bekommen - und wir konnten einige Tage lang eine schöne Reise auf dem Fluß Allier machen. Und für Tatjana handelte es sich auch noch um eine Dienstreise - per Paddelboot!

Als ich nach Hause komme schlägt die Schafskälte sofort wieder so heftig zu, daß ich beschließe, schnellstens aufzuräumen, zu packen und wieder ins Warme nach Süden zu fahren.


Dieser Bericht/diese Seite stammt von: Mail verschicken Harbisch, Hermann



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